Mühen bei der Wasserbeschaffung entdeckt

24. August 2013 von Thomas

Seckach. (lm) Wie interessiert schon Kinder heute an Umweltthemen sind, zeigte sich zum einen an der hervorragenden Resonanz zum Schlotfeger-Ferienprogrammpunkt des Förderkreises „Leben braucht Wasser“ an der Hütte des Seckacher Sportanglervereins und zum zweiten an dem unglaublichen Grundwissen der 15 Kids. Bernhard Heilig stellte die Ziele des Förderkreises vor, der mit der Finanzierung von Einfachstpumpen inzwischen das Leben von hunderten Familien in Peru erleichtert hat.

Allerdings in Form von Hilfe zur Selbsthilfe. Die Pumpen werden in Peru gebaut und wer eine installieren möchte, muss selbst aktiv werden. Dieses Prinzip hat sich bewährt. Bernhard Heilig zeigte anhand zahlreicher Fotos, wie schwierig es für die Peruaner ansonsten ist, ihren täglichen Wasserbedarf zu decken. Vor allem Frauen und Kinder müssen mehrere Kilometer – meist nicht besonders sauberes – Wasser tragen. Für uns wohl unvorstellbar, denn die Kinder schätzen ziemlich genau, wie viel Wasser wir Deutschen für Duschen, Toilette, Auto, Wäsche und Geschirr waschen sowie Garten verbrauchen.

Jeder einzelne ist mit rd. 132 Liter pro Tag dabei. Das bedeutet bei einer vierköpfigen Familie über 500 Liter am Tag. Um diese Masse wirklich deutlich zu machen, verteilten Bernhard Heilig und Johann Müller Fünf-Liter-Eimer an die Kinder, die diese Menge vom Seckach-Weiher zu einem nahe gelegenen Bottich schleppten und dadurch eine kleine Vorstellung von den Mühen der Peruaner bekamen.

Anschließend wurde in Teamarbeit eine Original-Pumpe mit den gesponserten Baumaterialien der Firma Schmitt aus Großeicholzheim betoniert, bevor sich die Kinder für den Förderkreis in einem Wettpumpen die von Sanitär-Bundschuh ausgesetzten zehn Cent je Liter und so über 100 Euro Spendengeld „erpumpten“. Nach so viel Anstrengung hatten sie sich das abschließende Grillfest redlich verdient.


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